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Der Kreiselternrat informiert:


Sehr geehrte Mitglieder des Kreiselternrates, liebe interessierte Eltern,

am vergangenen Samstag fand nach mehreren Pandemie-bedingten Verschiebungen nunmehr unser lange geplantes Elternseminar im Bootshaus in Weißenfels statt.

Geladen waren neben verschiedenen Vertretern des Bildungssektors natürlich auch interessierte Eltern und Pädagogen.

Nach der Begrüßung und Einleitung durch den Vorsitzenden des Kreiselternrates Herrn Hinz setzte die Veranstaltung mit einem sehr informativen und kurzweiligen Televortrag des Herrn Prof. Dr. Sacher zu den Themen „ Eltern als Bildungsbegleiter und „Fakten der Elternarbeit“ fort.

Die Resonanz der Teilnehmenden auf den Vortrag war durchweg positiv.

Besonders wurde die Praxisnähe sowie die verständliche und lebendige Form der Informationsvermittlung hervorgehoben.

Daran anschließend folgte eine Podiumsdiskussion zum Thema „Schule der Zukunft“, an welcher neben der frisch im Amt befindlichen Landesbildungsministerin Frau Feußner auch der Landrat des Burgenlandkreises Herr Ulrich sowie die Schulleiter Herr Müller von der Sekundarschule Freyburg und Herr Dr. Auerswald vom CJD in Droyßig teilnahmen. Moritz Eichelmann vom Vorstand des Landesschülerrates ergänzte die Diskussionsrunde und begeisterte mit seinen von der Basis stammenden erfrischenden Redebeiträgen.

Übereinstimmend festzuhalten bleibt in jedem Fall, dass den unmittelbar Betroffenen, nämlich den Schülerinnen und Schülern mehr Möglichkeiten zur Mitwirkung bei der Entwicklung der „Schule der Zukunft“ gegeben werden müssen.

Herr Jäger als aktiver Moderator der Podiumsdiskussion fasste zum Schluss die Inhalte zusammen und bedankte sich bei allen Mitwirkenden für den offenen und konstruktiven Dialog.

Im Anschluss blieb – geschuldet der positiven Tatsache, dass Frau Feußner und Herr Ulrich sich deutlich mehr Zeit nahmen, als ursprünglich geplant – noch ausreichend Zeit, auf Fragen der anwesenden Gäste einzugehen.

Auch wenn dabei sicher nicht alle Fragen erschöpfend geklärt werden konnten, so wurden doch diverse Bildungsbaustellen angesprochen und somit in das Blickfeld der Verantwortlichen gerückt, um diese in der Zukunft anzugehen.

Die wenigen Fragen, welche nicht in großer Runde besprochen werden konnten, werden durch den Kreiselternrat den entsprechenden Verantwortlichen zugeleitet und von dort in Kürze auch direkt beantwortet.

Herr Hinz bedankte sich anschließend bei allen Teilnehmenden und beendete die Veranstaltung.

Unmittelbar im Anschluss daran bildeten sich noch zahlreiche kleinere Gesprächsgruppen, in welchen nochmals detailliert einzelne Punkte zur Sprache kamen und die zum Teil unterschiedlichen Positionen erörtert wurden.

Zusammenfassend können wir festhalten, dass unser Elternseminar als voller Erfolg gewertet werden kann, weil es gelungen ist, in lockerer und doch zielstrebiger Art und Weise aktuelle Probleme und zukünftige Möglichkeiten auf dem Gebiet der Bildung aufzuzeigen.

Matthias Zingel für den Vorstand des Kreiselternrates Burgenlandkreis.


Werte Eltern,

in der jüngsten Vergangenheit erreichten uns vereinzelt E-Mails von Befürwortern des „offenen Briefes“, welcher von besorgten Eltern zu den Themen „Maskenpflicht und Testpflicht in der Schule“ sowie der aktuell laufenden Impfkampagne für Kinder ab 12 Jahren verfasst wurde. Im Rahmen unserer Sondersitzung am 27.07.2021 hatten wir die Inhalte des „offenen Briefes“ im Kreiselternrat diskutiert. Es besteht unter den Mitgliedern des Kreiselternrates und – wie die in der jüngsten Vergangenheit stattgefundenen Sitzungen der Schulelternräte gezeigt haben – auch in der Elternschaft deutlich überwiegend die Meinung, dass die aktuellen Maßnahmen wie z. B. regelmäßige Testungen dazu geeignet sind, die wiederholte Ausbreitung der Pandemie und damit ggf. einhergehende Schulschließungen zu vermeiden. Auch haben unsere Mitglieder im Rahmen der Schulelternratssitzungen die dort geladenen Schülervertreter zu ihren Wahrnehmungen befragt. Und auch hier gab es kein Statement, welches die im „offenen Brief“  dargelegten Sachverhalte wie geminderte Lebensqualität oder psychische Auffälligkeiten bestätigt hätte. Als gewählte Elternvertreter des Burgenlandkreises haben wir den Focus auf die Belange der hier ansässigen Kinder und Eltern auszurichten. Insofern ist die im „offenen Brief“ genannte Studie von bzw. mit Hamburger Kindern sicher nicht dazu geeignet, einen Präzedenzfall für ganz Deutschland zu generieren. Dass die Kinder die großen Verlierer der Corona-Pandemie sind, ist sicher unstrittig. Zweifelsohne haben – gerade die ersten – Homeschoolingphasen, in denen praktisch noch nichts wirklich geklappt hat, massiv dazu beigetragen, teilweise negative Auswirkungen bei den Kindern zu hinterlassen.Umso wichtiger war und ist es für die Kinder und ihre Eltern, wieder im Präsenzunterricht beschult zu werden und wieder private Kontakte pflegen zu können. Insofern vertreten wir den Standpunkt, dass nicht das aktuelle Maskentragen oder die Testungen unseren Kindern schaden, sondern das die Defizite in der Entwicklung unserer Kinder, die zweifellos entstanden sind, ihren Ursprung in den Homeschooling- und Lockdownphasen hatten, weil das Land auf solche nicht vorbereitet war und dadurch gravierende Mängel in der Bildungs- und Sozialpolitik zu Tage traten.

Aus vorgenannten Gründen wird der Kreiselternrat  die im „offenen Brief“ dargelegten Forderungen nach dem Entfall von Testungen und Maskenpflicht aktuell nicht unterstützen.

Matthias Zingel für den Vorstand des Kreiselternrates Burgenlandkreis.